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Geschichte der Kirche

Das Gotteshaus ist durch mehrere Bauabschnitte und Erweiterungen geprägt. Sie erzählen darin von der stetig wachsenden Bevölkerung dieser Siedlung. Vermutlich begann alles mit einer kleinen Holzkapelle der Riddagshäuser Mönche, die hier ihr Vieh hüteten und einen geschützten Raum für das Stundengebet, gegen Schlechtwetter und zur Nächtigung benötigten. Eine erste urkundliche Erwähnung Weddels in den Klosterurkunden stammt aus dem Jahr 1226. Beim letzten Erweiterungsbau 1985 wurde aufgrund der Fundamente deutlich, dass im Westen die erste Steinkirche eine quadratische wahrscheinlich von jenen Zisterzienser genutzten Kapelle im Westen des heutigen Baus gewesen ist. Ihr Gründungsdatum liegt im Dunkeln. Ein Stein im Osten der Kirche mit der Aufschrift 1391 in römischen Ziffern kündet dann vom ersten Erweiterungsbau. Weitere Urkunden belegen Gespanndienste für diesen Anbau und damit die Existenz einer Gemeinde. 1441 wurde im Süden das Leichenhaus errichtet, die heutige Sakristei (= Raum, in dem die heiligen Gegenstände aufbewahrt werden und die Diensthabenden sich auf den Gottesdienst vorbereiten). 1895 ging es den Menschen auch auf diesem kargen Boden aufgrund der nun zur Verfügung stehenden Düngemitteln und dem dadurch möglichen Gemüse- und Rübenanbau so gut, dass die Kirche endlich einen Turm erhalten konnte. Die Gemeinde plante sogar den Abriss der Kirche und den Bau eines großzügigen neugotischen Kirchenschiffes. Der Turm im dazu passenden Stil kündet bis heute von diesen Plänen. Dazu ist es nicht gekommen. Eine Erweiterung nach Norden wurde aber mit dem Bevölkerungsanstieg und Bauboom nach dem zweiten Weltkrieg 1985 nun dennoch mehr als notwendig. Der Altar wurde in den Süden verschwenkt. Und die zeltartige Konstruktion des Anbaus im Norden verweist auf die irdische Gemeinde als das wandernde Gottesvolk. Der leitende Landeskirchenbaurat Klaus Renner hat diesen Um- und Erweiterungsbau mit dem Kirchenvorstand geplant und durchgeführt.