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Raum und Symbol

Das von Arnold Hertel 1971 gestaltete Portal heißt die Besucherinnen und Besucher willkommen und erzählt in Kurzform die ganze Heilsgeschichte. Wer auf der Suche nach Leben, Trost, Zuversicht oder Orientierung ist, muss mitten hineingreifen in die Gemeinschaft der Gläubigen. Sie sind der Türöffner und Christus breitet über allen segnend seine Hände aus und kündet vom Frieden. Wer die Gelegenheit im wahrsten Sinne des Wortes beim Schopfe packt - der Türknauf ist der Kopf eines Jüngers von Jesus, der sinnbildlich für ein Gemeindemitglied steht - kommt durch den Vorraum im Turm zunächst unter der Ostempore in einen eher engen Kirchenraum, der sich dann aber auf angenehme Weise nach Norden weitet.

Das Bildprogramm der Fenster erzählt von der Beziehung zwischen Gott und Mensch sowie Mensch und Mensch. In der Geschichte vom verlorenen Sohn (Lukas 15) wird deutlich, dass Gott jedem Menschen nach Reue und Umkehr eine neue Chance eröffnet und darin Versöhnung geschieht. Die Frage an jeden ist, ob er das glauben und Gott dafür loben und preisen kann. Wie steht es um die Beziehung zwischen Mensch und Gott (bildlich der senkrechte Balken des Kreuzes)? In der Geschichte vom barmherzigen Samariter (Lukas 10) wird deutlich, dass der Mensch dann sein wahres Glück erlangt, wenn er dem anderen mitfühlend und helfend zugewandt bleibt. Die Frage an jeden ist, ob er das glauben kann und dem Taten folgen lässt. Wie steht es um die Beziehung zwischen Mensch und Mensch (bildlich der waagerechte Balken des Kreuzes)? So ist Christus und der Name der Christuskirche durch die Fensterbilder gegenwärtig.

Das Ostfenster kam 1985 in die Kirche und spiegelt die damalige politische Konfrontation und Sorge wider. Die Taube von der Arche Noah kündet als Friedenstaube vom guten und versöhnten Geist Gottes und mahnt zum Frieden in dieser Welt. Der alten Bedrohung der Menschheit durch die Sünde in der Sintflut ist die moderne Bedrohung durch Hochrüstung in Gestalt eines Atompilzes gegenübergestellt - aber durch die übergroße Friedenstaube mit ebensolch großer Hoffnung überstrahlt.

Zusammen mit dem Taufstein und dem Osterleuchter findet sich hier das Taufensemble der Christuskirche. Die Osterkerze wird traditionell jedes Jahr von den Konfirmandinnen und Konfirmanden gestaltet. Der Taufstein ist die Gabe eines Dibbesdorfers an die Volkmaroder, die ihrerseits bei einer Renovierung diesen Stein an Weddel weiterverschenkt haben - wie übrigens auch den Altar und die erste Kirchturmuhr in Weddel. Neu ist die Taufschale, in der sich die Taufszene von Jesus wiederfindet. Von oben betrachtet wirken die Sonnenstrahlen der Schale zusammen mit dem Stein wie ein Rettungsring - was gut zur Taufe passt.

Das Fenster in der Sakristei verweist auf unterschiedliche Momente des Auferstehungsgeschehens. Einen Engelzyklus bildet das Turmfenster ab: die den Eingang des Paradieses bewachenden Cherubim, der Weihnachtsengel bei den Hirten und zuletzt der den Drachen tötende Erzengel Michael.

Seit dem 14. April 1991 erklingt in der Weddeler Christuskirche die vierte Orgel. Sie wurde von der Firma Bosch mit 15 Registern konstruiert.

Besonders alt und wertvoll sind die beiden Altarleuchter und die Bodenvase(n), die aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts stammen.

Bildprogramm der Fenster